Die HYT: 15 Quadratmeter Glück

Die HYT an ihrem Winterstellplatz von außen.
Kleine Hütte von großartigem Design: die HYT am Wild-Berghof Buchet. Foto: Hendrik Schwartz

Mein Haus hat 154 Quadratmeter Wohnfläche, und dafür schäme ich mich manchmal ein bisschen. Denn natürlich brauchen zwei erwachsene Menschen nicht so viel Platz. Aber wie viel Quadratmeter reichen zum Wohnen? Und wie viele zum Glücklichsein? Sind zweieinhalb auf sechs Meter genug?

Tiny House zum Ausprobieren

Ein Kurzurlaub in der HYT soll es zeigen. Das mobile Scheunenhäuschen misst 15 Quadratmeter und steht am Wild-Berghof Buchet in Bernried im Landkreis Deggendorf. Was man von der ungeWOHNlichen Urlaubsunterkunft erwartet, bleibt jedem Gast selbst überlassen: Die HYT kann ein Tiny House zum Ausprobieren sein. Ein Rückzugsort, an dem nichts vom Nichtstun ablenkt. Ein Raum für perfekte Zweisamkeit ohne Ausflüchte. Oder einfach eine winzige Hütte, die mitten in der Landschaft steht und darauf wartet, mit Leben gefüllt zu werden.

Eine grundlegende Eigenschaft der HYT zeigt sich gleich nach der Ankunft auf dem großen Hof außerhalb von Bernried: Die HYT ist unkompliziert – und der Check-in ebenfalls. „Das ist der Schlüssel, die Fensterläden müsst ihr einhaken, wenn ihr sie zumacht, im Bettkasten liegt noch ein Rost, im Kühlschrank…“, setzt Gastgeber Thomas Gstettenbauer zu Erklärungen an und unterbricht sich dann selbst: „Schaut einfach mal, probiert aus und tüftelt ein bisschen rum, dann kommt ihr schon zurecht!“

Entdeckungstour in der HYT

Recht hat er: Die HYT muss man nicht erklärt bekommen. Viel spannender ist es, sie selbst zu entdecken. Die HYT ist nicht einfach eine Art hölzerner Bauwagen, in die man ein Bett und eine Kochgelegenheit eingepasst hat. Die HYT ist vielmehr ein Sammelsurium raffinierter Architektur- und Designideen. Der begrenzte Raum wird optimal genutzt, zum Beispiel durch multifunktionelle Elemente und fantasievolle Verstaumöglichkeiten. Eine Holztür kann tagsüber beispielsweise die Schrankfächer verbergen, damit alles schön aufgeräumt aussieht. Nachts aber, wenn man im Bett liegt und von dort aus sowieso nicht in die Schrankfächer schauen kann, schwenkt man die Holztür um 90 Grad und teilt somit den Schlafraum ab und schützt ihn vor neugierigen Blick, die durch die verglaste Eingangstür fallen könnten.

Einschlafen mit Blick auf den Sternenhimmel

Der Schrank ist übrigens noch von der anderen Seite zugänglich – dort lässt sich genau das Fach öffnen, in das der Kühlschrank eingebaut ist. Denn obwohl die HYT winzig ist: Wer es sich einmal drinnen gemütlich gemacht hat, muss nicht mehr raus, wenn er nicht will. Es gibt einen Kühlschrank, einen Herd, ein Waschbecken, einen Holzofen und eine Toilette – alles untergebracht im vorderen Teil der HYT. Hinten gibt es rechts und links je ein Bett, das sich kojenartig an die Wand schmiegt. Zwischen das rechte und linke Bett lässt sich ein Rost einhängen, so dass eine durchgängige Liegefläche entsteht. Dann reicht es, eine der Matratzen in die Mitte zu schieben – schon hat man sich selbst ein Doppelbett gebastelt. Unwillkürlich wird in der HYT jeder zum Seitenschläfer, denn wer auf der Seite liegt, schaut direkt raus in die Natur. Wer nicht einschlafen kann (so wie ich), blickt stattdessen in den Sternenhimmel. Und wer schläft wie ein Murmeltier (meine Begleitung), der macht morgens die Augen auf und hat sofort was zu entdecken. Je nach Standort der HYT kann der morgendliche Blick in die Natur ganz unterschiedlich ausfallen.

Blick auf das kojenartige Bett in der HYT mit kleinem Fenster neben dem Kopfteil.
Wer im Bett liegt, muss nur den Kopf drehen, um die Natur im Blick zu haben. Foto: Hendrik Schwartz

Während wir bei unserem Aufenthalt in der HYT direkt auf das Muffelwild-Gehege schauen, lassen sich andere Gäste vielleicht lieber vom Waldrand verzaubern. Vorteil der HYT ist, dass sie mobil ist. Diesen Aspekt will Gastgeber Thomas Gstettenbauer in Zukunft noch mehr betonen. Sein Plan: Zur HYT gesellen sich noch zwei weitere, und wer eine davon bucht, sucht sich gleich den Wunsch-Stellplatz aus. Neun Optionen soll es dann geben, schon perfekt ausgerüstet mit Feuerstelle und allerlei Annehmlichkeiten.

Gewinner des German Design Award

Doch bis zur Umsetzung dieses Plans ist die HYT noch ein Prototyp, ein Unikat. Ein ausgezeichnetes übrigens: 2018 hat die HYT den German Design Award gewonnen. Mit dem Preis werden innovative Projekte ausgezeichnet, die als „wegweisend“ eingestuft werden. Eine weitere Bestätigung für Thomas Gsettenbauer und den Architekten Christian Zellner. „Unser prominentestes Projekt bisher“ schreibt Letzterer auf den Internetseiten der Hausfreunde Architekten GbR. Eine ganze Liste an Nominierungen für Architekturpreise und Veröffentlichungen kann die HYT mittlerweile schon aufweisen. „Kaum hatten wir die HYT, kam der Tiny-House-Trend aus den USA“, versucht Thomas Gstettenbauer eine Erklärung. Ein Zufall, der zur Beliebtheit der hübschen Hütte beiträgt. Aber nicht der einzige Grund, die HYT liebzugewinnen.

Einmal Tiny-House-Feeling. Oder Zweisamkeit. Oder Ruhe. Was immer sich die Urlauber von der HYT erhoffen, sie bekommen auf jeden Fall mehr: nämlich einen Eindruck davon, was gute Architektur und durchdachtes Design können. Weiß lasiertes heimisches Holz, eine klare Gliederung und viele Fenster machen die HYT zur hellen, ruhigen Wohlfühlumgebung, die mit Details überrascht. Wer sich zum Beispiel einen größeren Essplatz bauen will, kann unter dem Waschbecken ineinandergeschobene Tisch- und Hockerelemente finden. Zieht man sie raus, entdeckt man nicht nur, dass hier wirklich maßgenau geschreinert wurde. Sondern staunt auch, wie fein und durchdacht die Griffmulden im massiven, weiß lasierten Holz gearbeitet sind. Hier waren Handwerkskunst, Kreativität und Leidenschaft am Werk. Das macht für mich die HYT zur großartigen Urlaubsunterkunft – mag die Quadratmeterzahl auch noch so klein sein.

Der Schlüssel zur HYT mit einer kleinen stilisierten Hütte aus Holz als Anhänger.
Der Schlüssel zum kleinen Glück – und die Garantie für einen erholsamen Kurzurlaub. Foto: Hendrik Schwartz

Die HYT ganz unkompliziert buchen

Buchen kann man die HYT übrigens direkt beim Wild-Berghof Buchet unter Telefon 09905 248 oder direkt über die Internetseite https://wildberghof-buchet.de/hyt-huett. Für zwei Personen kostet eine Übernachtung 98 Euro, dazu gibt es eine kleine Brotzeit mit leckerem Bauernbrot und Salami vom Hof. Wer sich nicht damit begnügen mag, die faszinierenden Details der HYT zu entdecken, kann rund um die Wildgehege zu einem langen Spaziergang aufbrechen. Oder im Hofladen stöbern. der ganzjährig täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist.

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Vergesst die Zukunft nicht!

Buchtipp: Was zu beachten ist, wenn man heute ein Haus baut

Wer ein Haus baut, beschäftigt sich vor allem mit der Gegenwart: Welche Bedürfnisse habe ich, welche Materialien liegen im Trend, wie integriere ich mein Bauvorhaben ins Umfeld? An die Zukunft denken Bauherren höchstens, wenn es um die Raumaufteilung und die Anzahl der Kinderzimmer geht. Kaum jemand überlegt, was in 20 Jahren sein wird – obwohl die Nutzungsdauer eines Hauses doch noch wesentlich länger veranschlagt wird. Warum es sich lohnt, beim Hausbau oder Hauskauf auch weiter in die Zukunft zu blicken als nur bis zum angepeilten Einzugstermin, erklärt das Buch „Bauen für die Zukunft“ aus dem Callwey-Verlag. Es gibt einen guten Einblick, welche Themen Architektur, Bauen und Wohnen in den nächsten Jahrzehnten bestimmen werden.

Die Themen der Zukunft

Als fünf starke Impulsgeber, die die Architektur und das Wohnen stark prägen werden, sind folgende Punkte genannt:

  • Steigende Energiekosten & neue Mobilität
  • Klimawandel & Ressourcenschonung
  • Materialinnovation & Computersteuerung
  • Digitale Revolution & Smart Home
  • Soziale Städteplanung & Wohnformen
Ausschnitt aus einer fiktiven Immobilienanzeige aus dem Jahr 2019 - ob die Zukunft des Wohnens so aussieht?
Das fiktive Haus, das 2029 zum Verkauf steht, ist aus unbehandeltem Holz, hat hundert Quadratmeter Gemüsebeete zu bieten, die Begrünung bindet jährlich eine Tonne Kohlendioxid und besitzt Ladestationen für E-Auto und E-Bike. Ein Vision, die Wirklichkeit werden wird?

Viele dieser Themen sind bekannt, manche ziehen künftige Bauherren bestimmt auch jetzt schon in ihre Überlegungen mit ein. Und einige Punkte sind es wert, genauer betrachtet zu werden, wenn man vorhat, ein Zuhause zu bauen, das viele Jahrzehnte die eigenen Bedürfnisse erfüllt.

Kühlung ebenso wichtig wie Wärmedämmung

Geht es um Themen wie Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Energieverbrauch, stehen oft die Art der Heizung und die Wärmedämmung im Vordergrund. Dabei übersehen die meisten, dass durch den Klimawandel auch die Kühlung des Wohnraums mittlerweile von großer Bedeutung ist. „Kühlung war früher für Bauten in Mitteleuropa nicht erforderlich“, erklärt dies Ingenieur Matthias Schuler in dem Callwey-Buch. Dabei kann Hitze- und Sonnenschutz auch sehr einfach sein, nicht immer ist eine technische Lösung notwendig. Ein ausreichender Dachüberstand kann schon viel bringen. Matthias Schuler rät dazu, vor der Planung immer den Standort und das Mikroklima genau zu analysieren. Dazu zählen auch Sonnentage, Windstärke, Windrichtungen. So lassen sich Heizung und Kühlung maßschneidern.

Wegstrecken genauso berechnen wie die Zinsen

Der Standort des geplanten Hauses ist auch in anderer Hinsicht wichtig. Mobilität und wie man welche Wege zu welchen Kosten künftig zurücklegen kann, ist ebenfalls eine Frage, die weit in die Zukunft reicht. Architekt und Stadtplaner Wilhelm Klauser schlägt dabei im Buch eine detaillierte Berechnung vor: Jeder von vornherein absehbare notwendige Weg – zur Arbeit, zur Schule – wird genau aufgelistet und bewertet: Wie viel Lebenszeit kosten die notwendigen Wege? Das wird für alle Familienmitglieder berechnet und dann multipliziert mit den Jahren, die man am geplanten Bauort wohnen möchte. Wie die Berechnung von Zins und Tilgung sollte die Zeit mit in eine Kalkulation einfließen.

Spannende Interviews, praktische Tipps, informative Grafiken

Eine abwechslungsreiche und informative Mischung aus Interviews mit Experten, Projektvorstellungen, Hausporträts und Listen und Grafiken macht das Buch zum Nachschlagewerk für alle, die zukunftsorientiert bauen wollen. Aber auch, wer aktuell nicht bauen will, findet in dem Buch viele Themen, über die es sich nachzudenken lohnt: Welche Vorteile könnte ein zweites Stromnetz mit Gleichstrom für ein Haus mit Photovoltaikanlage bringen? Wie wirkt sich Licht auf den Organismus und die Gesundheit aus? Was können bepflanzte Dächer und Fassaden gegen Kohlendioxid und Feinstaub ausrichten? Welche Rolle wird mobiles Wohnen auf kleinster Fläche spielen? Zum letztgenannten Punkt stellt Fertighaus-Unternehmer Johannes Schwörer sein Konzept „Flying Space“ vor: eine Wohneinheit, die flügge gewordene Kinder beispielsweise künftig mitnehmen könnten, wenn sie das – aus Flying-Space-Modulen gebaute – Elternhaus verlassen.

Im Buch finden sich auch Projekte, die Blogleser aus meinen früheren Beiträgen schon kennen: zum Beispiel das Algenhaus mit seiner Bioreaktor-Fassade und das aus Modulen flexibel zusammengesetzte Haus Case Study House #1.

Das Buch „Bauen für die Zukunft“ (ISBN 978-3-7667-2104-4) von Louis Saul ist im Callwey-Verlag erschienen und kostet 39,95 Euro.

Das kannst du doch nicht machen – Teil 7: offener Wohnraum, offene Treppe

Blick vom Wohnflur im oberen Geschoss des Hauses Polz auf die offene Treppe.
Kein schmaler Flur, sondern eine großzügige Fläche, die flexibel nutzbar ist, erschließt die Räume im Obergeschoss. Die Treppe verbindet die beiden Etagen: Es gibt keine Türen, die man zumachen könnte, um die Geräuschkulisse aus dem Wohnraum auszusperren. Foto: Karin Polz

Meine Eltern leben in einem Zweifamilienhaus aus den 1970er Jahren. Ich bin also aufgewachsen mit den typischen Elementen dieses Baustils: einem langen, dunklen Flur, von dem alle Zimmer abgehen. Und einem abgetrennten Treppenhaus, das die zwei abgeschlossenen Wohnungen verband und vom Keller bis in den ersten Stock reichte. Dazu kam, dass meine Familie aus Platzgründen die drei insgesamt Kinderzimmer auf Erdgeschoss und Obergeschoss verteilt hatte. Wenn morgens in meinem Kinderzimmer im Erdgeschoss der Wecker klingelte, musste ich daher die Erdgeschoss-Wohnung verlassen, mich im kalten, unwohnlichen Treppenhaus die Marmorstufen hochschleppen, damit ich in der Küche im Obergeschoss frühstücken konnte. Noch heute finde ich es deshalb ungemütlich, wenn die Schlafräume durch ein abgeschlossenes und womöglich unbeheiztes Treppenhaus von den Wohnräumen getrennt sind. Ich wollte es anders haben – auch wenn viele gewarnt haben: „Das kannst du doch nicht machen!“

Warum ist bei uns alles offen?

Für mein eigenes Haus habe ich mir immer gewünscht, alle Flächen wohnlich und warm zu gestalten. Jeder Quadrat muss Aufenthaltsqualität bieten – reine Nutzflächen brauche ich nicht. Von Anfang an wollte ich auf Keller, abgeschlossene Treppenhäuser und Flure verzichten. Mit Erfolg: Die Treppe zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss beginnt im offenen Wohnraum – dieser Eindruck wird durch ein Podest noch verstärkt. Die Treppe endet dann dort, wo ein Flur zu erwarten wäre – im Haus Polz handelt es sich aber dabei um eine großzügige Fläche, die auch als Spielfläche oder Sitzfläche nutzbar ist. Übrigens wird sogar die Treppe oft als Wohnfläche genutzt: Wenn wir Besuch mit kleinen Kindern haben, setzen sich diese gerne auf das Podest oder die erste Treppenstufe statt auf einen Sessel. Ich vermute, es hat auch damit zu tun, das man von dort einen großartigen Blick über den ganzen Wohnraum und hinaus in den Hanggarten hat.

Welche Auswirkungen haben offene Wohnräume und Treppenhäuser auf die Baukosten?

Pauschal kann man das vermutlich nicht sagen – da ich nie eine andere Lösung in Betracht gezogen habe, gibt es auch keine Kostenvoranschläge für alternative Planungen. Zwei Punkte halte ich aber für überlegenswert: das Thema Heizung und Dämmung sowie den Flächenverbrauch.

Eine offene Treppe vom Erdgeschoss in den unbeheizten Keller ist zum Beispiel ohne Dämmung problematisch. Wie sich eine Dämmung auf ein ungeheiztes Treppenhaus auswirkt, erklärt gut verständlich der Architekt Reinhard Maria Schneeweiß auf seinem Blog. Ich war in der komfortablen Situation, mich mit dieser Frage nicht beschäftigen zu müssen – schließlich umfasst mein Haus nur geheizte Bereiche. Aber wer anders plant, sollte sich gut beraten lassen.

Je nachdem, ob die Treppe gerade, gewendet, mit Podest oder ganz besonders gestaltet ist, benötigt die Treppe viel oder wenig Platz. Der Platzbedarf von Spindeltreppen mitten im Wohnraum ist fast schon vernachlässigbar, während geradläufige Treppen mehr Raum einnehmen. Wer auf Baukosten und Quadratmeterpreise achten muss, sollte hier verschiedene Varianten vergleichen.

Was man sich durch einen offenen Wohnraum und ein offenes Treppenhaus natürlich spart, sind die Kosten für Innenwände und Türen. Dieser finanzielle Vorteil schwindet jedoch, wenn bei offener Bauweise manche Bauteile aufwendiger gefertigt werden müssen – zum Beispiel, weil bei Treppen die Unterseiten zu sehen sind und ansprechend gestaltet werden müssen.

Blick vom Podest in der Mitte der Treppe nach oben und unten. Hier wird deutlich, dass die Verbindung zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss zwar offen, aber nicht komplett einsehbar gestaltet wurde.
Nur wenn man auf dem Podest der Treppe steht, hat man Wohnraum und Obergeschoss gleichzeitig im Blick. Von oben nach ganz unten oder andersherum gibt es keine Blickachse. Foto: Michael Heinrich

Es gibt natürlich auch viele verschiedene Arten, offene Bauweisen umzusetzen, und jede hat ihre Kostenpunkte und Einsparungen. Ob man – wie ich – die offene Treppe nur dadurch definiert, dass sie mitten im Wohnraum beginnt und die Etagen nicht durch Türen trennt, oder ob man darunter eine sich im Raum aufschwingende, quasi skulpturale Treppe versteht, wirkt sich unterschiedlich stark auf die Kosten aus.

Und wie sieht es aus architektonischer Sicht aus?

Wer offene Wohnräume zulässt, ermöglicht dem Architekten natürlich eine andere Herangehensweise – man denke nur mal an die vielfältigen Blickachsen, die möglich sind, wenn es in einem Haus nur wenige Wände gibt. Manche Gestaltungsideen sind nur umsetzbar, wenn möglichst offen geplant wird – beispielsweise Galerien und Wohnräume, die über zwei Geschosse reichen. Viel Licht, ein weitläufiges Wohngefühl und eine großzügige Atmosphäre zählen zu den Vorteilen einer offenen Bauweise.

Welche Alternativen gibt es?

Wenn Räume fließend ineinander übergehen sollen, man sich aber nicht für alle Zeiten auf eine offene Raumgestaltung festlegen möchte, sind Schiebetüren, die in der Wand verschwinden, eine großartige Lösung. Ich habe zwischen Wohnraum und Arbeitszimmer eine Schiebetür, die fast nie zu sehen ist. Ich persönlich liebe nämlich den Blick vom Wohnraum in das Arbeitszimmer sehr. Allerdings gibt es auch Situationen, in denen eine Trennung vorteilhaft ist: Ist Besuch mit Kleinkindern angesagt, verschwinden zerbrechliche Sachen und die Bürotechnik mit ihren verführerischen Knöpfen und Schaltern sicher hinter der Schiebetür im Arbeitszimmer.

Entscheidungshilfen

Apropos Kinder: Ein entscheidende Frage bei der offenen Gestaltung von Wohnräumen und Treppen lautet: Wer wird das Haus bewohnen? Gibt es kleine Kinder, die vielleicht nur dann gut schlafen, wenn die Geräusche vom Fernseher im Wohnzimmer nicht ungehindert bis zur Kinderzimmertür dringen? Wäre es nicht gut, den zweifelhaften Musikgeschmack der Teenagersöhne und -töchter ausblenden zu können, indem man einfach eine Tür zwischen Wohnetage und Schlafetage schließt? Ist der Arbeitsplatz auf der offenen Galerie immer noch so einladend, wenn in den Ferien die Kinder daheim sind und von der Arbeit ablenken? Wie viel Ruhe jeder braucht, ist sehr individuell und kann auch in verschiedenen Lebensabschnitten sehr unterschiedlich sein.

Hier sollte jeder schon in der Planungsphase ehrlich zu sich selbst sein und seine Wünsche definieren. Ich wollte zum Beispiel einen Bereich keinesfalls mit in den offenen Wohnraum integrieren: die Küche. Obwohl man das oft sieht und viele eine offene Küche gemütlich finden, fand ich diese Gedanken unerträglich: Essensgerüche, die sich frei entfalten, und der unvermeidbare Anblick dreckigen Geschirrs und vollgestellter Arbeitsflächen. Dafür konnte ich mir immer gut vorstellen, den Fernseher aus dem Wohnzimmer zu verbannen und somit den offenen Wohnraum frei von TV-Geräuschen zu halten. Aber darüber habe ich ja bereits in Teil 4 geschrieben.

Hier geht es zu den weiteren Teilen der Serie „Das kannst du doch nicht machen!“:

Teil 1: Bauen ohne Keller

Teil 2: Bauen am Nordhang

Teil 3: Bauen ohne Rollläden

Teil 4: Bauen ohne Wohnzimmer

Teil 5: Ein Holzhaus bauen

Teil 6: Ohne Zaun wohnen


Die Zentralheizung im Wohnzimmer

Oder: Was das Besondere an unserem Pelletofen FireWin von Windhager ist

Blick in den Wohnraum des Hauses Polz mit Pelletofen als Primärofen, der für die Aufstellung in Wohnräumen konzipiert ist.
Sieht aus wie ein Kaminofen, der den Wohnraum erwärmt, ist aber ein Pelletofen, der als Zentralheizung für das ganze Haus dient: unser Windhager FireWIN. Foto: Hendrik Schwartz

Zentralheizung – mit diesem Begriff verbinden die meisten einen tristen Kellerraum, in dem ein Heizkessel für Öl oder Holz steht, dazu viele Rohre und Schalter, deren genaue Funktion nur der Heizungsfachmann kennt. Daher blicken wir meist in verdutzte Gesichter,  wenn wir erklären, dass der vermeintliche Kaminofen, der in unserem Wohnzimmer steht, quasi die Zentralheizung ist. Das Interesse an dieser Art der Heizung ist dann jedoch meistens groß – und das sind die am häufigsten gestellten Fragen zu unserem Pelletofen, den wir nicht mehr hergeben möchten.

Okay, und was ist das jetzt genau für eine Heizung?

Unsere Heizung ist ein Pelletofen namens FireWIN FW 090 von der Firma Windhager. Die sitzt in Österreich und hat fast 100 Jahre Erfahrung mit Heiztechnik, vorzugsweise im Bereich erneuerbare Energie. Windhager nennt den FireWIN „die Wärmezentrale im Wohnraum“ oder „Zentralheizung und Kaminofen in einem“. Denn der FireWIN ist eine vollwertige Zentralheizung, die optisch an einen Kaminofen erinnert und so konzipiert ist, dass sie im Wohnraum betrieben werden kann. Solche Heizungen werden oft auch als Primäröfen bezeichnet.

Und wo sind die Pellets?

Viele kennen die kleinen Pellet-Kaminöfen, bei denen man einen Sack Pellets reinkippt, damit es ein paar Stunden kuschelig warm wird. Bei einer Zentralheizung wäre es etwas mühsam, mit einzelnen Säcken für Brennstoff-Nachschub zu sorgen. Deshalb bedient sich der FireWIN automatisch aus unserem großen Pelletlager. Das ist über der Garage in die Schräge eingebaut und fasst mehr als fünf Tonnen Pellets.

Blick in das leere Lager für die Holzpellets.
Wenn das Pelletlager über der Garage leer ist, erkennt man die abgeschrägten Wände. Dadurch rutschen die Pellets mehr oder weniger zuverlässig in Richtung der Abschlauchstelle. Durch die roten Rohre werden die Pellets vom Pelletlager direkt in den Vorratsbehälter des Ofens im Wohnraum gesaugt. Foto: Karin Polz

Ungefähr alle zwei Jahre kommt ein großer Tanklaster, nicht viel anders als ein Heizöl-Laster, und bläst mit Druck Pellets in das Lager. Von dort führen Rohre in der Wand und Decke zum Ofen im Wohnzimmer. Während der Heizperiode saugt der Pelletofen etwa einmal täglich bis zu 37 Kilo Pellets in seinen Vorratsbehälter an der Rückseite. Von dort fallen die Pellets dann nach und nach und je nach Bedarf in den Brennraum. Mit den Pellets hat man also gar nichts zu tun, solange man nicht das zweijährliche Tanken vergisst. Das heißt: Wie bei jeder anderen Zentralheizung auch läuft der Ofen vollautomatisch.

Und der macht jetzt wirklich genauso warm wie eine Zentralheizung? In allen Räumen?

Ja, genau. Denn der Pelletofen gibt nicht nur Strahlungswärme ab – das ist nur ein winziger Anteil. Hauptsächlich schickt er als wasserführender Ofen die Wärme in den Pufferspeicher für das Brauchwasser und in den Heizkreis der Fußbodenheizung. Da ist es vollkommen egal, ob die Wärme aus Holz oder Öl oder Gas kommt und ob die Wärme im Keller oder im Wohnraum erzeugt wird. Für alle, die es lieber in Zahlen lesen: Die Nennwärmeleistung beträgt 9 kW, die Wasserwärmeleistung 4,0 bis 7,8 kW, die Raumwärmeleistung 0,7 bis 1,3 kW.

Im Winter ist das ja ganz schön so mit dem Feuer, aber im Sommer . . .

Im Sommer läuft der Ofen gar nicht, denn dann erwärmt eine Solaranlage das Brauchwasser. In der Übergangszeit wirkt diese auch heizungsunterstützend, so dass wir den Pelletofen meist von Mai bis Oktober gar nicht einschalten. Wäre es aber notwendig und würde das Flammenspiel dabei stören, dann könnten wir die Glasscheibe auch mit einem Hitzeschild verdecken und würden vom Feuer nichts mehr sehen und auch keine Strahlungswärme spüren.

Müsst ihr da nicht ständig Asche ausleeren?

Nur etwa zwei- bis dreimal im Jahr müssen wir den Aschebehälter ausleeren. Dank nahezu rückstandsloser Verbrennung und der Ascheverdichtung bleiben von 2,5 Tonnen Pellets nicht mehr übrig als ungefähr zwei Schuhkartons voll Asche.

Wieso habt ihr euch denn überhaupt für diesen Ofen entschieden?

Unser Haus hat keinen Keller und nur einen kleinen Technikraum hinter der Garage, der mit Pufferspeicher und Stromzähler schon fast vollgestellt ist. Daher blieb nur die Möglichkeit, entweder eine sehr kleine Heizung zu wählen oder die Heizung in einem der Wohnräume unterzubringen. Ein Bekannter (danke, Norbert!) hat uns auf die Idee mit dem Primärofen gebracht, denn wir wollten auf jeden Fall eine Heizung, die erneuerbare Energien nutzt.

Gibt es solche Öfen öfter oder ist das was ganz Besonderes?

Ich selbst habe noch kein anderes Haus mit Pellet-Zentralheizung im Wohnraum gesehen. Es gibt jedoch mehrere Hersteller, die solche Lösungen anbieten, daher ist unser Haus auch sicher kein Einzelfall. Besonders stylisch sind übrigens die Öfen von Wodtke, die dafür auch schon einen Designpreis erhalten haben.

Dieses Video von Windhager zeigt, wie die Pelletsheizung funktioniert.

Architektouren 2018: Was ich anschauen würde, wenn . . .

So viele Termine! Das würde auch für drei spannende und unterhaltsame Wochenenden reichen.

Ich liebe die Architektouren! Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich mir dieses Wochenende jedes Jahr schon lange im Voraus frei halte. Dann warte ich sehnsüchtig darauf, dass bekanntgegeben wird, welche Projekte zu besichtigen sind, und stelle mir meine Liste für das Architektouren-Wochenende zusammen. Dieses Jahr ist es allerdings ein bisschen anders, denn am Samstag bin ich auf eine Hochzeit eingeladen. Deshalb stelle ich heute drei Listen zusammen – eine kleine Liste, was ich mir (vielleicht) am Sonntag anschauen werde. Und zwei Listen mit Highlights der diesjährigen Architektouren, die ich leider verpassen werde. Aber vielleicht habt ihr ja Lust und Zeit? Hier sind noch Tipps, auf was ihr beim Besuch der Projekte achten solltet.

Leider keine Zeit: Altstadt-Spaziergang mit Architektur in Passau

Gleich mehrere Projekte, die ich am Samstag verpassen werde, liegen in der Passauer Altstadt. Die Termine würden sich perfekt hintereinander „abarbeiten“ lassen, sogar mit Kaffeepausen. Und man würde vermutlich bei jedem Termin die gleichen Gesichter entdecken, denn die drei Projekte stammen von ein und demselben Architekturbüro: Koller Singhof Architekten aus Passau.

Samstag, 23. Juni 2018, 11 Uhr: Los geht es in der Theresienstraße 19, in einem prächtigen Bau, in dem schon Hans Carossa gearbeitet hat. Thema: „Wohnen und Arbeiten im Denkmal“.

Samstag, 23. Juni 2018, 13 Uhr: „Das grüne Haus“ in der Innbrückgasse 5 ist ein prototypischer Hochwasser-Ersatzneubau, der einem vielleicht von der Innpromenade aus schon mal aufgefallen ist.

Samstag, 23. Juni 2018, 15 Uhr: Weiter geht es mit dem Haus „In der Gasse“, nämlich in der Grabengasse 13. Das alte Handwerkerhaus hat auch unter dem Hochwasser gelitten, ist aber jetzt neu belebt.

Leider zu weit weg: Einfamilienhäuser zum Staunen

An manchen Projektbeschreibungen bleibt man hängen, obwohl man genau weiß, dass es einfach viel zu weit ist, für eine kurze Hausbesichtigung hundert Kilometer oder mehr zu fahren. Aber vielleicht wohnt ja von euch jemand in der Nähe dieser ungewöhnlichen Wohnhäuser? Dann nichts wie hin:

Sonntag, 24. Juni 2018, 10 bis 14 Uhr: Unauffällig anpassen oder gekonnter Stilbruch? Wer an ein bestehendes Haus aus den 1960er Jahren anbauen will, hat diese beide Möglichkeiten. Hier ist es natürlich der Stilbruch mit auffälliger Holzfassade. Zu sehen ist der „Siamesische Zwilling“ des Architekturbüros quadrat45° in Obertraubling.

Sonntag, 24. Juni 2018, 14 bis 17 Uhr: In Bogen steht das „Haus MA“, das dank seines auskragenden Wohnbereichs wie eine riesige Skulptur wirkt. Ein Teil der ersten Etage schwebt quasi in der Luft. Wer den Entwurf von MAM Architekten sehen möchte, hat am Sonntag Gelegenheit dazu.

Sonntag, 24. Juni 2018, 14 bis 16 Uhr: Die schwarze, geschwungene Fassade erregt Aufsehen – allerdings bekommt man sie vermutlich nicht zu Gesicht, wenn man nicht weiß, dass es sie überhaupt gibt. Denn das Wohngebäude liegt als Rückgebäude in einem Innenhof in der Rumfordstraße 11a in München. Ein sehenswertes Beispiel für Nachverdichtung von bauphase architekten. Das Projekt ist Samstag und Sonntag zu besichtigen.

Das will ich sehen: Dreimal Wohnen in Deggendorf und Umgebung

Sonntag, 24. Juni 2018, 9.30 bis 10.30 Uhr: Ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung wäre die erste Anlaufstelle, falls ich es am Sonntag nach Deggendorf schaffe. Das Haus in Bruck 25 in Deggendorf haben die hausfreunde Architekten geplant.

Sonntag, 24. Juni 2018, 11 bis 12 Uhr: Im Anschluss heißt es: gleiche Architekten, anderes Projekt. Mitten in einer Waldwiese steht ein Ferienhäuschen, das mit ökologischen Baustoffen saniert wurde. Für „EBN Gute Nacht Fuchs, gute Nacht Hase!“ geht es weiter nach Rindberg 38 bei Bernried.

Sonntag, 24. Juni 2018, 15 Uhr: Kleine Pause und dann in die Berger Straße 42 in Deggendorf. Die Architekten Regina Schineis und Stefan Hiendl zeigen dort in einer dunklen Holzfassade die Büros und Wohnungen, die nach dem Umbau und der Erweiterung von „B42“ entstanden sind.

Ob das mit Deggendorf am Sonntag was wird, hängt aber auch ein bisschen vom Wetter ab. Denn die Architektouren haben starke Konkurrenz: Den „Tag der offenen Gartentür“. Gärten anzuschauen finde ich auch sehr, sehr spannend. Das Programm ist vielfältig und mit Gärten unter anderem in Passau, Ruhstorf und Obernzell auch gut zu erreichen. Mal schauen, ob die Häuser oder die Gärten gewinnen!

Brennen Holzhäuser schneller ab? Ein Versuch zeigt’s

„Hast du keine Angst vor Feuer?“ Diese Frage bekomme ich als Holzhausbesitzerin häufig zu hören. Natürlich habe ich Angst vor Feuer – vermutlich gibt es keinen Hausbesitzer, der nicht wenigstens beim Abschluss der Gebäudeversicherung kurz mal mit mulmigem Gefühl daran gedacht hat, wie grauenvoll es sein muss, wenn das eigene Haus niederbrennt. Aber was mit der Frage meistens gemeint ist: Holz brennt gut, das wissen wir nicht nur von Kaminöfen und Lagerfeuern. Brennt deshalb ein Holzhaus schneller, schlimmer und unaufhaltsamer ab als ein Haus aus Ziegeln oder Beton?

Mein erster, intuitiver Gedanke dazu war schon immer: Wenn es denn so wäre, dann dürfte man in Deutschland sicher gar keine Holzhäuser bauen. Wir dürfen nicht mal unseren Zentralstaubsauger benutzen, ohne dass ein Fensterkippschalter die Frischluftzufuhr regelt. Der Gesetzgeber regelt bei Bau viele Sicherheitsfragen.

Meine zweite Reaktion: recherchieren, nachfragen, nachlesen. Holz brennt nur gut, wenn es dünn ist. Ein dicker Balken ist schwer in Brand zu setzen und verkohlt dann, was eine Schutzschicht bildet, wie der Deutsche Holzfertigbau-Verband e. V. erklärt. Doch weitaus plakativer als alle Beschreibungen ist ein Versuch, den unter anderem das lettische Holzbauunternehmen Pavasars durchgeführt hat. Die haben einfach mal zwei Musterhäuser – eines aus Beton, eines aus Holz – abgefackelt und geschaut, was passiert. Schaut euch mal das Video an, hier ist es mit englischen Untertiteln versehen!

Das Experiment wurde im Juli 2017 in Rauna in Lettland durchgeführt. Die technischen Details zum Versuchsaufbau könnt ihr auf der Seite von Holzbau Austria nachlesen.

Natürlich ist klar: Wenn ein Holzbauunternehmen diesen Test durchführt, werden sie es vermutlich nicht darauf anlegen, dass das Holzhaus schlecht abschneidet. Mit Fachwissen könnte man im Detail nachprüfen, ob wirklich gleichwertige Situationen im Beton- und im Holzhaus geschaffen wurden. Vielleicht würde ein Betonhaushersteller den Versuchsaufbau anders machen?

Außerdem müssen natürlich in einem Holzhaus trotzdem zahlreiche Details beachtet werden, um höchstmöglichen Brandschutz zu garantieren. Doch selbst wenn das Experiment womöglich nicht hundertprozentig neutral und objektiv ist und ein Brand immer noch ein lebensgefährliches Ereignis ist, das hoffentlich niemals eintritt, zeigt das Video doch: Wegen einer vermeintlich hohen Brandgefahr braucht niemand auf ein Holzhaus verzichten. Und übrigens gibt es auch sonst wenig, was gegen ein Holzhaus spricht – aber über Vorurteile und die Wahrheit habe ich ja schon im Beitrag „Das kannst du doch nicht machen! – Teil 5: Ein Holzhaus bauen“ ausführlich geschrieben.

Das großartige kleine Konzerthaus von Blaibach

Rückseite des Konzerthauses Blaibach

Von hinten ist gut erkennbar, dass der Bau weder im Erdboden versinkt noch über die Kante des Dorfplatzes gekippt ist. Von vorne sieht es aber durchaus so aus. Als „gekippter Steinklotz“ wird das Konzerthaus daher häufig beschrieben. Foto: Kulturwald gGmbH

Die Opernhaus in Sydney, die Elbphilharmonie in Hamburg – es gibt einige Beispiele dafür, dass Konzerthäuser und beeindruckende Architektur gut zusammenpassen. In der Oberpfalz zeugt ein weitaus kleineres, aber genauso interessantes Bauwerk von dieser Erfolgs-Kombination: das Konzerthaus in Blaibach. Knapp 200 Plätze hat es und zählt doch in Hinblick auf Programmgestaltung und Architektur zu den ganz großen Namen im Kulturbereich. Klar, dass ich da unbedingt mal hin will. Wenn schon in der Nähe ( nun ja, in etwas mehr als hundert Kilometern Entfernung) ein Bau steht, über den sogar Zeitungen wie die Die Welt berichtet haben. Als „avantgardistischer Kubus“ wurde das Konzerthaus dort beschrieben.

Wer ein Ticket kaufen will, muss früh dran sein

Mit Spannung geht es also nach Blaibach. Aber erst nach langer Wartezeit. Denn die Konzerte sind immer schnell ausverkauft. Ein gutes halbes Jahr im Voraus sollte planen, wer sich ein Ticket sichern möchte. Wir kommen in Blaibach an, als es schon dunkel wird. Außerdem regnet es. Trotzdem muss ich das Gebäude noch von allen Seiten in Augenschein nehmen, bevor es ins Trockene geht. Ein Betonklotz mit Granitfassade mitten in der dörflich wirkenden Ortsmitte. Aber nicht einfach hingeklotzt: Der rechteckige Bau sieht aus, als wäre er nach hinten umgekippt. Als wäre ein großer Teil des Konzerthauses nach hinten unten verschwunden, versunken im Dorfplatz von Blaibach.

Ein bisschen wie in einer Höhle

Rauer Beton, steil ansteigende Sitzreihen und puristische Drahtstühle: Viele Details der Innengestaltung sind der Akustik geschuldet. Das Konzerthaus ist eine moderne Höhle für höchste Konzentration auf die Musik. Foto: Hendrik Schwartz

Der Eingang ist daher auch nicht ebenerdig, auch geht man keine Stufen hinauf, wie es sonst häufig bei wichtigen, imposanten Bauten der Fall ist. Sondern es geht zahlreiche Stufen hinunter. „Wie in einen Schutzbunker“, schimpfen Kritiker der modernen Architektur. Für mich fühlt es sich eher an, als würde man ins Erdinnere verschwinden. Höhlenartig geht es auch drinnen weiter: Durch schmale Gänge, die ein paar Mal abknicken, geht es fensterlos weiter zu Garderobe und Toiletten. Auch hier steht Design im Vordergrund – alleine das Detail, wie die Toilettentüren geschlossen werden, ist einen genauen Blick wert.

Zielstrebig geht es zum Konzertsaal, der sich weit und steil öffnet. Auch hier sind die Unterschiede zu anderen Kultureinrichtungen spürbar: Statt von oben kommt man hier von unten in den Konzertsaal. Man spaziert über die Fläche, wo später die Musiker stehen, also quasi über die Bühne, und steigt steil hoch bis zu seinem Platz. Die Trennung zwischen Bühne und Publikum wird so zu Teil aufgehoben – das wirkt sofort, als wäre man ungeWOHNlich nah dran am Künstler. Überhaupt finde ich es äußerst angenehm, so abgeschnitten von der Außenwelt, gefühlt im Erdinnern und ohne Ablenkung von außen mich ganz auf das Programm konzentrieren zu können. Abtauchen in eine andere Welt, nicht nur dank der Musik, sondern auch dank der Architektur.

Viele Architekturpreise gehen nach Blaibach

Für mich ist der Entwurf von Architekt Peter Haimerl so außergewöhnlich wie stimmig. Und das sehen auch viele andere so, sonst hätte das Konzerthaus Blaibach nicht schon zahlreiche Architekturpreise und Auszeichnung gewonnen, wie beispielsweise den Artouro (Bayerischer Tourismus Architekturpreis). Der Plan, das Ortszentrum von Blaibach dadurch zu revitalisieren, ist aufgegangen. Natürlich gibt es immer noch Diskussionen um Baukosten und Unterhalt. Oder darüber, ob die Akustik in dem Saal wirklich so gut ist, wie es die detaillierte Planung der Ausrichtung und Oberflächen der Wände verspricht. Für mich zählt vor allem, dass ich mich in der besonderen Atmosphäre des Konzerthauses vollkommen wohlfühle. Die faszinierende Architektur macht das Kulturerlebnis nur noch erinnerungswürdiger. Ich jedenfalls werde mir bestimmt bald mal wieder ein Ticket für ein Konzert in Blaibach gönnen (falls ich früh genug dran bin). Und das war ja wohl auch das Ziel des Projekts: Leute anlocken und begeistern. Bei mir hat es geklappt.

Das ganze Orchester im Blick: Durch die steile Anordnung der Sitzreihen hat man von jedem Platz aus einen perfekten Blick auf die Musiker. Foto: Hendrik Schwartz
So schön kann Beton sein: Licht und Schatten, Fugen und Strukturen machen die Innenwand fast schon zum Kunstwerk. Foto: Hendrik Schwartz

Stadt, Land, Meer: Für jeden Urlaubswunsch das richtige Ziel

Ob Citytrip oder Strandurlaub: Jede Reise wird gleich viel schöner, wenn die Unterkunft nicht nur gut ausgestattet und sauber, sondern auch schön und einzigartig ist. Architektonisch anspruchsvolle Urlaubsdomizile stellt das Buch „Urlaubsarchitektur Selection 2018“ vor, über das ich bereits im vergangenen Blogbeitrag berichtet habe. Nun habe ich – begünstigt durch schmuddelige Regentage und anhaltende Urlaubssehnsucht – weitere drei Urlaubsarchitektur-Reiseziele herausgesucht, die ich euch ans Herz legen möchte. Für jeden Reisetyp ist ein Ziel dabei, denn außergewöhnliche Architektur gibt es in der Großstadt, auf dem Land und natürlich auch am Meer.

Stadt: Design und Kunst in Lissabon

Ein Zimmer der Ferienwohnungen von myhomeinlisbon

Zwischen Sichtbetondecken und Natursteinböden ist jedes Zimmer von myhomeinlisbon individuell, farbenfroh und mit Gespür für Schönes eingerichtet. Foto: Juan Baraja

Mitten in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon liegt das Bed & Breakfast myhomeinlisbon. Die traditionelle Fassade beweist, dass es sich um ein altes Stadthaus handelt, das von der Eigentümerin mit Hilfe des Architekturbüros Ábaton Arquitectura modern umgebaut wurde. Die neun Gästezimmer beeindrucken nun durch großzügige Zuschnitte, einzigartige Ausblicke und eine individuelle Einrichtung. Schlichte Natursteinfußböden und Sichtbeton steht dabei in Kontrast zu Vintagemöbeln, farbenfrohen Textilien, Designerstücken und Kunstwerken. Ein perfekter Ausgangspunkt, um die charmante Stadt Lissabon zu erkunden!

Land: Vom alten Stall zum Ferienhaus

Außenansicht der Finca Extremadura im Westen Spaniens

Raue Natursteine und große Fensterfronten prägen die Finca Extremadura, die als Neubau an der Stelle eines alten Stalles steht. Foto: Belen Imaz

Die Finca Extremadura steht im Westen Spaniens, im am dünnsten besiedelten Teil des Landes. Was Urlauber dort erwarten können: Ruhe, weite Hügellandschaften, wenig Ablenkung von der Natur. An der Stelle eines alten baufälligen Stalls wurde das Ferienhaus gebaut, die Form richtet sich nach dem Vorgängerbau, teils wurden sogar alte Steine verwendet. Neu dagegen sind die großen Fensterfronten mit Holzschiebetüren als Verdunkelung und Wärmeschutz. Im Erdgeschoss ermöglichten Stahlträger einen großen offenen Raum. Ein langer Esstisch steht im Mittelpunkt der Wohnräume. Die Schlafräume befinden sich im Obergeschoss, dort, wo früher der Heuboden war. Vier Doppelzimmer und ein Schlafsaal machen das Ferienhaus für bis zu 16 Personen nutzbar. Die Architekten der Finca Extremadura sind übrigens Camino und Carlos Alonso, Architekten des Architekturbüros Ábaton Arquitectura, das – richtig! – auch die Stadtwohnung in Lissabon umgebaut hat.

Meer: Alt und neu als stilvolle Einheit

Blick auf die neu eingebaute Stahltreppe in der Casa Antica

Den Unterschied zwischen alter Bausubstanz und neuer Ausstattung wird stark betont in Casa Antica. Foto: Nikos Danilidis

Schlafzimmer in der Casa Antica

Lädt zum Träumen ein: das Schlafzimmer mit der historischen Rundbogendecke. Foto: Nikos Danili

Und noch ein altes Gemäuer, das jetzt architektonisch ansprechend in neuem Glanz erstrahlt: Casa Antica im Süden Griechenlands. Wohnen können Urlauber in einem Steinhaus aus dem 19. Jahrhundert, das typisch für die Gegend auf der griechischen Halbinsel Peloponnes ist. Alte Bausubstanz und neue Ein- und Umbauten sind deutlich zu entscheiden, was den Charakter der Casa Antica ausmacht. So ist die neue Treppe beispielsweise aus Stahl und in leichter, offener Bauweise ein starker Kontrast zu den massiven Steinwänden. Einen Panoramablick aufs Meer hat man von den Wohnräumen in der obersten Etage. Für mich ist der schönste Raum aber ein Schlafzimmer im Erdgeschoss: Es hat eine historische Rundbogendecke und ist ansonsten sehr schlicht gehalten. Allerdings: Viel Zeit wird man im Schlafzimmer nicht verbringen, wenn draußen das Meer, der Pool, Terrassen und malerische Innenhöfe warten.

Noch mehr Urlaubsdomizile finden sich übrigens nicht nur im Buch „Urlaubsarchitekturen Selection 2018“, sondern auch im Internet unter www.urlaubsarchitektur.de.

Mit „Urlaubsarchitektur Selection 2018“ auf Reisen

Edler Leineneinband, geprägte Schrift, bemerkenswerte Architektur in faszinierender Landschaft: Dem Buch „Urlaubsarchitektur Selection 2018“ sieht man schon von außen an, dass es hier um die schönen Dinge des Lebens geht.

38 inspirierende Unterkünfte für Architekturfans

Ich habe nur 30 Urlaubstage im Jahr – aber gedanklich bin ich bestimmt doppelt so viele Tage im Jahr auf Reisen. Dann google ich Flugverbindungen und Klimatabellen und klicke mich durch Hotels und Ferienwohnungen. Gerade allerdings bevorzuge ich analoge Inspirationen: das eben erschienene Buch „Urlaubsarchitektur Selection 2018“. Die Seite www.urlaubsarchitektur.de gehört schon länger zu meinen liebsten Ideengebern, wenn es um architektonisch ansprechende Urlaubsunterkünfte geht. Dass 38 der mehr als 400 auf der Internetseite vorgestellten Häuser jetzt auch auf Papier vorgestellt werden, kommt mir sehr entgegen: Das Buch mit seinem angenehm in der Hand liegenden Leineneinband und den wunderbar griffigen Seiten nehme ich besonders gerne mit auf die Couch, zusammen mit einer kuscheligen Decke und einer Tasse Tee. Und dann lasse ich mich einfach von „Urlaubsarchitektur“ mit auf die Reise nehmen . . .

Ich starte in der hügeligen Landschaft der Uckermark mit einem Besuch im Sternhagener Haus. Das historische Bauernhaus mit Stall und Scheune sieht außen ganz traditionell aus, innen allerdings verbergen sich luftige, helle Räume, denen das alte Holzgebälk einen ganz eigenen Rhythmus verleiht. Weiß gestrichene Balken und puristische Holzmöbel schaffen ein skandinavisches Flair.

Blick ins Innere des Ferienhauses Sternhagener Haus

Das alte Holzgebälk teilt den Innenraum des Sternhagener Hauses in verschiedene Zonen auf. Foto: Francisca Gomez/www.dassternhagenerhaus.de

Weiter geht die Reise nach Fehmarn, wo Haus Berta und Haus Charly zeigen, wie moderne Holzbauten sich harmonisch in gewachsene Bebauung einfügen können. Haus Berta bietet durch die verglasten Giebelseiten freie Sicht bis zur Ostsee, Haus Charly dagegen überzeugt vor allem durch seine moderne kubische Form. Zum Strand müssen Urlauber von beiden Häusern aus nur 900 Meter überwinden.

Die Inselhäuser Berta und Charly in einer Außenansicht

Einmal Langhaus, einmal Kubus: Haus Berta und Haus Charly unterscheiden sich in ihrer Form, nicht aber in der Holzfassade. Foto: Rene Supper

Die Appartements im Hunsrück und die nachhaltigen Lodges in Garmisch-Partenkirchen überspringe ich genau so wie die Unterkünfte in Frankreich und Griechenland, denn ich habe bereits ein Ziel erspäht, das mich besonders reizt: Hen House und das Studio Fiskavaig stehen in der rauen Landschaft der Isle of Skye. Mit geradlinigen Formen trotzen sie den Winden der „Insel des Nebels“. Drinnen ist es hell und gemütlich mit dem Kamin – das verspricht Wohlbehagen inmitten der wilden Landschaft.

Das Hen House steht mitten in der wilden Landschaft der Isle of Skye

Klein, schlicht und mit einfachen Materialien gebaut: Das Hen House überzeugt mit Understatement. Foto: Andrew Lee

Nach einem Zwischenstopp im Piemont und einem Ausflug in die Toskana lande ich schließlich bei einem Ziel, das tatsächlich ganz oben auf meiner Reise-Wunschliste steht: Sizilien. Die Villa Vendicari schmiegt sich rund und geschwungen in die Landschaft, sie verschwindet fast in der mediterranen Umgebung. Ebenso ergeht es den Urlaubern in den höhlenartigen Räumen.

Innenraum der Villa Vendicari aus dem Buch Urlaubsarchitektur

Die höhlenartigen Räume der Villa Vendicari vermitteln Geborgenheit. Foto: Domenico Piccione

Für heute ist meine Reise mit „Urlaubsarchitektur Selection 2018“ beendet, denn jetzt interessiert es mich doch, wie die Flugverbindungen nach Sizilien aussehen. Beim nächsten Anflug von Fernweh werde ich das Buch jedoch wieder konsultieren – schließlich geht es auf vielen weiteren Seiten unter anderem noch nach Portugal und Spanien.

Eine Buch-Empfehlung für Urlaubsästheten

„Architektur ist wichtiger als Landschaft“, meint Architekt Jan Hamer, der 2007 „Urlaubsarchitektur“ gegründet hat, damit gut gebaute Architektur auch die richtigen Gäste finden kann. In jedem Fall machen Reiseträume und Urlaubsplanung mehr Spaß, wenn die Unterkünfte auch alleine schon die Sehnsucht nach dem Reiseziel wecken. Ich werde jedenfalls noch sehr oft mit dem Buch auf Reisen gehen – wenigstens gedanklich. Wer mitkommen möchte: Das Buch „Urlaubsarchitektur Selection 2018“ ist in der hauseigenen Edition Urlaubsarchitektur erschienen und unter ISBN 978-3-9817367-4-8 im Shop von Urlaubsarchitektur sowie im Buchhandel erhältlich. Für 36,95 Euro kann der Leser auf 276 Seiten in Deutsch und Englisch von 38 Zielen in Europa träumen. Gute Reise! Fortsetzung folgt in Kürze . . .

Architektur auf Instagram: Fünf Empfehlungen

Meine täglich Dosis Architekturfotografie hole ich mir auf Instagram. Wer sich für wohlproportionierte Gebäude, stilvolles Wohnen und spannende Details begeistern kann, dem lege ich folgende Instagram-Profile ans Herz – schaut doch mal hier vorbei:

Tipp 1: Urlaubsarchitektur

Eine meiner liebsten Beschäftigungen ist es, von künftigen Urlaubszielen zu träumen. Die müssen auch gar nicht exotisch sein, dafür aber architektonisch anspruchsvoll. Die besten Inspirationen liefert mir das Portal Urlaubsarchitektur. Ich schaue mir gerne die Hotels und Ferienhäuser auf Facebook an und habe den Newsletter abonniert, um über neue Urlaubsarchitektur-Ziele informiert zu werden. Auch auf Instagram ist das Netzwerk natürlich aktiv und zeigt die schönsten Unterkünfte von innen und außen.

Tipp 2: dezeen

Dezeen behauptet von sich selbst, das einflussreichste Architektur-, Design- und Interior-Magazin der Welt zu sein. Ob das stimmt, mag ich nicht beurteilen, die Bilder jedenfalls sind es wert, dass man dezeen auf Instagram folgt. 1,3 Millionen Abonnenten hat das Profil bereits und ich bin einer davon. Ich mag am liebsten die Fotos von Wohnhäusern aus der ganzen Welt.

Tipp 3: Skyscraping_Architecture

Wolkenkratzer faszinieren aus den verschiedensten Gründen. Mit Architekturfotografie lässt sich die volle Größe der Hochhäuser oft nur schwer einfangen, vor allem in dem für Instagram typischen quadratischen Format. Und trotzdem gibt es anscheinend viele Fotografen, die sich auf die herausragenden Gebäude spezialisiert haben – oder woher hätte der Instagram-Account sonst die vielen Fotos von Wolkenkratzern?

presents the Skyscraping Architecture Featured Shot by @sleepingforest1226 Selected by @stanish.stanishev ☁☁☁☁☁ Stunning composition! Congratulations to Aaron and be sure to check out his impressive gallery for more splendid shots! ☁☁☁☁☁ Thanks for sharing & tagging your style hot with #skyscraping_architecture ☁☁☁☁☁ Tag your shots with #skyscraping_architecture for a chance to be featured Be sure to visit our other hubs: @skyscraping_magic @icu_architecture Please visit our friends: @1_unlimited @archi_unlimited @bnw_unlimited @classic_unlimited @cityscapes_unlimited @tp_unlimited @minimal_lookup @arkiminimal @creative_architecture @archi_features @architecture_view @curated_archi @lookingup_architecture ☁☁☁☁☁ #communityfirst #archdaily #architecture #architectureporn #architectural #architecturelovers #archilovers #buildings #building #upthere #lookingup_architecture #alwayslookingup #lookingup #lookingupatbuildings #art_chitecture_ #diagonal_symmetry #rustlord_archdesign #archi_features #igglobalclub #igworldclub #worldshotz #archi #archidaily #archimasters #архитектура #arquitectura #worldshotz #jaw_dropping_shots #Shanghai #China

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Tipp 4: Baufritz

Zwischen all der Wolkenkratzer-Ästhetik mit unzähligen Stockwerken, die auf Instagram so beliebt ist, darf es auch mal etwas „Bodenständiges“ sein. Viele (Fertig-)Haus-Hersteller zeigen ihre Entwürfe und Umsetzungen in den sozialen Medien. Inspirationen für Bauherren bietet zum Beispiel der Instagram-Account von Baufritz. Zu sehen gibt es auf dem noch recht jungen Profil vor oft ganze Bildreihen mit Außen- und Innenansichten von Musterhäusern.

Tipp 5: lookingup_architecture

Mein Lieblings-Instagram-Account, definitiv! Die Motive, die hier zu finden sind, haben eine Gemeinsamkeit: die Perspektive. Wie der Name bereits verrät, schaut man sich Gebäude hier meistens von unten mit Blick nach oben an. Die Fotos, die aus diesem Blickwinkel entstehen, sind oft sehr beeindruckend, manchmal regelrechte Kunstwerke. Diese Art der Architekturfotografie fasziniert mich immer wieder – und nicht nur mich, denn dem Instagram-Account folgen knapp 70.000 Menschen.

Habt ihr noch Tipps, welchen Instagram-Accounts zum Thema Wohnen und Architektur man folgen unbedingt folgen sollte? Über neue Inspirationen freue ich mich immer!